Carbonterra

Durch das Produkt Pflanzenkohle können Nährstoffkreisläufe geschlossen und zusätzliche Wärmeenergie gewonnen werden. 

Projektidee

Die Projektidee CARBONTERRA wurde von der UNESCO Biosphäre Entlebuch initiiert und ist interessant, weil das Schliessen von Nährstoffkreisläufen ein elementarer Bestandteil der Nachhaltigkeit ist. Eine Pyrolyseanlage wird aus ungenutzter Biomasse Pflanzenkohle herstellen und die Abwärme an einen Wärmeverbund abgeben oder zur Trocknung von Holzschnitzeln oder anderen Produkten  verwendet werden. Die Verfügbarkeit von genügend Biomasse ist gemäss Machbarkeitsstudie in der Region Entlebuch gewährleistet. Ein geeigneter Standort mit einem bestehenden Wärmeverbund ist ebenso ausgeschieden worden.

Machbarkeitsstudie

Die Machbarkeitsstudie, welche von ENERGIERAMA in Auftrag gegeben wurde, hat jedoch auch verdeutlicht, dass die Umsetzung einer solchen Anlage mit grossen Herausforderungen verbunden ist. Insbesondere die Anforderungen an das Ausgangsmaterial sowie auch die Nachfrageseite in der Schweiz sind Punkte, welche in einem nächsten Schritt vertieft abgeklärt werden müssen, bevor ein Pilotprojekt ins Auge gefasst werden kann.

Ausgangslage

Terra Preta (portugiesisch für „schwarze Erde“) nennt man die früheren Ackerböden der Indios in den Regenwäldern. Diese Erde hat nährstoffarme Gebiete fruchtbar gemacht. Die genaue Zusammensetzung ist nicht bekannt, es wurden jedoch organische Abfallstoffe, Pflanzenkohle (aus Holzresten) und Fäkalien zur Anreicherung des Bodens genutzt.

Die Pflanzenkohle ist ein interessantes Produkt. Sie dient in Verbindung mit den organischen Stoffen als Nährstoffreservoir, so dass Böden sehr lange fruchtbar bleiben. Pflanzenkohle kann auch als Futtermittelergänzung eingesetzt oder sogar zu Aktivkohle veredelt werden.